Ich habe heute mit meiner Mama telefoniert, die im Urlaub ist und sie gefragt, ob sie denn gewählt hat.
„Nein hab ich nicht. Aber ich hab auch vergessen die Briefwahl zu beantragen. Ich meine nicht, dass ich von denen jemanden gewählt hätte, aber ich hätte zumindest auf den Wahlschein geschrieben, dass ich diese Kackärsche nicht wählen werde.“
Ist eine deutliche Aussage, die den Gedanken impliziert, dass Politiker ohnehin alle käuflich seien. Also wie viel ist unsere Stimme wert? Eine Stimme zu haben, ist immer noch besser als stumm zu sein. Selbst wenn „die da oben eh alle machen was sie wollen“ ist seine Stimme zu nutzen, der erste Schritt sich darin einzumischen. Denn einmischen ist gut und wichtig und sollte auch abseits der Wahlen passieren.
Übrigens kann ich jedem, der sein Recht gebrauchen will nur raten, sich nach einem Umzug auch rechtzeitig umzumelden. Scheint etwas zu sein, was man nicht auf die lange Bank schieben kann, da man unter Umständen dadurch auch sein Wahlrecht aufs Spiel setzt. Ich darf mich die nächsten vier Jahre leider nicht mehr über Europa beschweren, oder muss es mit dem Gewissen meiner Mutter halten. Mein Gang zum Wahllokal war leider nicht erfolgreich, dafür steht nächste Woche der Gang zum Bürgerbüro an. Scheinbar existiere ich hier nicht mehr. Fail.
Don’t vote!
8. Juni 2009 at 01:17
haha, eure mama ist einfach so cool!
naja, ich hab heut auch mal die kackärsche gewählt, also darf ich nun auch meckern, wenn mir was nicht passt. (,
8. Juni 2009 at 10:28
Dein Wahllokal war aber nicht zufällig im EnBw-Gebäude, oder? Da war gestern auch eine junge Frau, die wohl aus einem ähnlichen Grund nicht wählen konnte.
8. Juni 2009 at 21:14
Unglaublich, dass das auch noch anderen Leuten passiert^^
Aber mein Wahllokal war eine Grundschule. Dafür muss ich mich jetzt nicht alleine schämen. Wer weiß schon wie hoch die Dunkelziffer ist – die Wahlbeteiligung war unglaublich schlecht… ich sehe einen Zusammenhang
24. Juli 2009 at 23:05
Hi Yvo, hab ich wirklich Kackärsche gesagt? Ist ja nicht sehr elegant, aber denken tu ich so schon. Ich glaube auch, dass es keinen Politiker gibt, der nicht käuflich ist. Sonst hätten wir doch nicht so bekloppte Gesetze, die Manager schützen, die den Staat bankrott machen und die Bürger müssen dafür bezahlen. Alles Liebe und bis nächste Woche.
Mama