Ich habe heute mit meiner Mama telefoniert, die im Urlaub ist und sie gefragt, ob sie denn gewählt hat.

„Nein hab ich nicht. Aber ich hab auch vergessen die Briefwahl zu beantragen. Ich meine nicht, dass ich von denen jemanden gewählt hätte, aber ich hätte zumindest auf den Wahlschein geschrieben, dass ich diese Kackärsche nicht wählen werde.“

Ist eine deutliche Aussage, die den Gedanken impliziert, dass Politiker ohnehin alle käuflich seien. Also wie viel ist unsere Stimme wert? Eine Stimme zu haben, ist immer noch besser als stumm zu sein. Selbst wenn „die da oben eh alle machen was sie wollen“ ist seine Stimme zu nutzen, der erste Schritt sich darin einzumischen. Denn einmischen ist gut und wichtig und sollte auch abseits der Wahlen passieren.

Übrigens kann ich jedem, der sein Recht gebrauchen will nur raten, sich nach einem Umzug auch rechtzeitig umzumelden. Scheint etwas zu sein, was man nicht auf die lange Bank schieben kann, da man unter Umständen dadurch auch sein Wahlrecht aufs Spiel setzt. Ich darf mich die nächsten vier Jahre leider nicht mehr über Europa beschweren, oder muss es mit dem Gewissen meiner Mutter halten. Mein Gang zum Wahllokal war leider nicht erfolgreich, dafür steht nächste Woche der Gang zum Bürgerbüro an. Scheinbar existiere ich hier nicht mehr. Fail.

Don’t vote!